Willkommen im Mühlenforum

Hier im Mühlenforum geht es rund um den Betrieb und den Erhalt von Mühlen,
insbesondere der historischen Wind- und Wassermühlen.

Es gelten die Regeln der Nettiquette sowie die Nutzungsbedingungen
die jeder Benutzer beim Klick auf den Knopf zum Absenden eines Beitrages anerkennt.

Disclamer

Das Mühlenforum ist zweistufig aufgebaut, ein offenes Forum für alle Teilnehmer und ein geschlossenes Forum für registrierte Teilnehmer.

Für Fragen steht das ModerationsTeam zur Verfügung,
für schnelle Hilfe zur Nutzung des Forums gibt es ein Foren-FAQ

Die Gäste werden gebeten, kein Alias zu benutzen, sondern den vollen Namen und eine gütlige e-Mail Adresse anzugeben!

Für eine Mitgliedschaft stellen Sie sich bitte kurz im offenen Forum vor und tragen Sie in Ihrem Profil zumindest Ihren Vor- und Zunamen ein.

Dieses Forum ist ein Zusammenschluss aus den Foren der Seiten
der
www.Deutsche-Muehlen.de
und Aeggy´s Mühlenkunde


Aktuelle Links
Literaturliste, 5.Auflage, März 2003 -
gebrauchte Wasserräder bei www.gebrauchtturbine.de
Jan van der Molen: Mühlendatenbank
Who is who im Forum - Stand Januar 2009
Internetbeauftragten der DGM (Stand: Mai 2009)
Liste der Mühlenbauer, Stand Herbst 2003
Der Mühlstein, Verlag Schäfer
Liste der Handwerksbetriebe um Umfeld der Müllerei, Stand März 2005
Mühlenkalender, Termine und Veranstaltungen
Nachruf für den Mühlenfreund und Mit-Moderator dieses Forums


Wir wünschen Euch viel Spaß, Erfolg und alles Gute in den Foren und freuen uns auf rege Beteiligung.

Glück zu!

| Forum | Suchen | Mitglieder | Home  
» Willkommen Gast [ login | registrieren


Es klappert das Kraftwerk


Forum
- Offenes Forum



  Antwort schreiben | Beitrag empfehlen | Zurück zum Forum
von hhtorti am 08 Feb. 2010 22:22:01

Hallo Mühlenfreunde,

Hier habe ich ein Artikel vom 02.06.2009 aus die "Märkische Allgemeine":

Vier Ruppiner Mühlen öffneten am bundesweiten Aktionstag / Ehemalige Mitarbeiter führten durch Wustrauer Anlage

WUSTRAU - Nur den Staub müsste man von den Rädern pusten und die Gerätschaft besorgen, die über die Jahre abhanden kam – dann wäre die Wustrauer Wassermühle wieder betriebsbereit. Seit dem 1. Juli 1991 schweigt sie. Der Wustrauer Siegfried Minke gehörte zu denen, die am Vorabend das Licht ausknipsten. Mit seinen früheren Kollegen Hans Schwenger und Frank Schwarzkopf führte er nun beim gestrigen Mühlentag Besucher durch die Anlage am östlichen Ortseingang des Zietendorfs.

Darum stimmt das mit dem Schweigen auch nur fast: Der bundesweite Mühlentag bringt vergessene und vor dem Verfall bewahrte Kraftwerke wieder zum Sprechen. Und noch was: Seitdem der Zimmermeister Bernd Evers 1998 die Wustrauer Wassermühle gekauft hat, bringt auch das 30-Tonnen-Rad den Rhin wieder in Wallung. Von dort aus werden die Luchfelder in Richtung Fehrbellin mit Wasser versorgt.

Auf eine Leistung von bis zu 30 Kilowattstunden könnte das kleine Kraftwerk kommen. Dass es überhaupt läuft, darum kümmert sich nach wie vor Siegfried Minke – zwar nicht mehr als Angestellter der Mühle, aber als Mühlenexperte aus Leib und Seele. 1978 fing er in der Wustrauer Mühle als Müller an, 24 Mitarbeiter waren sie im Schnitt. Acht Stunden dauerte eine Schicht. Innerhalb derer war jeder für alles zuständig – von der Überwachung der Maschinen bis hin zur Reinigung. „Eine Arbeit, bei der man alle Sinne offen halten musste“, sagt Siegfried Minke. Tat es jemand nicht, konnte es zu verheerenden Bränden kommen. Wie 1918, als die Wustrauer Mühle bis auf die Grundmauern niederbrannte. 1919 baute man sie wieder auf, die Mehlproduktion kam erneut ins Rollen.

Zu DDR-Zeiten wurde der Betrieb dann verstaatlicht. 1972 war das. Rund die Hälfte des Mehls lieferten die Wustrauer Müller zu jener Zeit an die Ruppiner Großbäckerei. Als diese nach der Wende von einem Berliner Betrieb aufgekauft wurde, war das Aus für die Mühle des Zietendorfs besiegelt. 1994 kam ein Großteil der Maschinen in unbekannte polnische Hände.

Dass Besucher den Weg vom Korn zum Mehl über Walzen-, Rohr- und Sichterboden heute dennoch nachvollziehen können, ist dem Förderverein der Mühle zu verdanken. Seit 1999 gibt es die Initiative um Hausherr Bernd Evers. Die umgesetzte Mühlentechnik aus der Motormühle Lindenberg bei Berlin will er zusammen mit seinen Mitstreitern nun nach und nach zu einer Schaumühle auf- und umbauen.

Reizend ist sie auch jetzt schon: Die Mischung aus denkmalgeschütztem Gebäude und handwerklichem Innenleben, das die Müller scheinbar eben verlassen haben. Was die Mühlentagbesucher aber immer wieder am meisten erstaunt: Dass es in den Betriebstagen der Mühle keinen Mäusebesuch gab. „Es war denen einfach zu laut“, erzählt Siegfried Minke schmunzelnd. „Alles hat sich gedreht, alles war hier in Bewegung.“ (Von Juliane Felsch)


Link:
http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11522088/61299/Vier-Ruppiner-Muehlen-oeffneten-am-bundesweiten-Aktionstag-Ehemalige.html


Glück Zu
Toralf


Anzeige ausblenden? Jetzt kostenlos registrieren!
Bei ForumRomanum, im Forum suchen nach klappert Kraftwerk

Antworten


*die Administratoren der Mühlenforums übernehmen keine Verantwortung für verlinkte Inhalte! Sämtliche Einträge in den Foren geben nur die persönliche Meinung des Users wieder, der einen Beitrag im Forum schreibt. Die Administratoren behalten sich vor, ggf. rechtswidrige oder unpassende Einträge ohne Vorwarnung aus dem Forum zu löschen.

Informationen zum Datenschutz | ForumRomanum kostenlos: Gruppe, Forum, Blog