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Fredersdorfer Wassermühle soll Energie erzeugen / Teure Investition


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von hhtorti am 03 Feb. 2010 19:50:34

Hallo Mühlenfreunde,

Hier ein Artikel vom 02.06.2009 aus die "Märkische Allgemeine":

FREDERSDORF - Müller durften offensichtlich keine Schwergewichte sein. „Vorsicht Fahrstuhl!“, warnt ein altes Schild vor dem Aufzug der Fredersdorfer Wassermühle. „Zulässige Belastung 150 Kilo einschließlich Führer“, lässt die verwitterte Blechtafel wissen. Gar nicht so leicht einzuhalten, immerhin wog ein Sack Mehl 75 Kilogramm.

Zahlreiche Besucher kamen gestern anlässlich des deutschlandweiten Mühlentages auch nach Fredersdorf. „Ich bin von der guten Resonanz sehr positiv überrascht“, sagte Besitzer Walter Siebert, der insgesamt vier Führungen anbot.

Auf ebenso vielen Geschossen war den Gästen eine Zeitreise in längst vergangene Produktionsepochen vergönnt. Fast schien es, als sei der Müller mal nur kurz ums Eck verschwunden. Gut erhalten ist die Fredersdorfer Mühle und laut Walter Siebert noch voll funktionstüchtig. Ihr Erhalt ist jedoch auch kostspielig. Rund zwei Tonnen Roggen konnten sie an einem Tag von der Schale trennen. Bis 1972 drehten sich die schweren Steine in dem Gebäude am Fredersdorfer Bach. „Später haben wir dann noch etwas Schrot für die LPG gemacht“, erklärte Walter Siebert.

Er hat das historische Mahl-Werk von seinem Großvater Fritz Frohnsdorf geerbt. Und erhält die Mühle, so gut es geht. „Das Problem ist, dass der Verfall von ganz allein kommt“, sagte Siebert. Die Frage sei, wie man die Mühle heute noch wirtschaftlich nutzen könne. Viel Geld hat Siebert nach eigenen Worten bereits in die Reparatur des Daches gesteckt und in neue Fenster investiert.

Das Wasserrad wich allerdings schon 1954 einer damals modernen Turbine. Diese könnte bald zur Energiegewinnung genutzt werden. „Mein Ziel ist es, die Turbine so instand zu setzen, dass man damit Strom erzeugen und auch für die Heizung nutzen kann“, sagte Siebert, der gemeinsam mit seiner Frau die Pension „Zur Mühle“ betreibt. Zwischen 50 000 und 60 000 Euro sind laut Siebert allerdings für die Umrüstung nötig.

Den Gästen hat der Ausflug in die lokale Technikgeschichte offensichtlich sehr gefallen. „Wir waren schon in Niemegk und Lüsse“, berichteten Heiderose und Horst Teltsch aus Treuenbrietzen, die gestern eine ganz private Mühlentour unternahmen. „Jetzt fahren wir vielleicht nach Cammer oder Beelitz.“ (Von Hermann M. Schröder)


Link:
http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11522042/60889/Fredersdorfer-Wassermuehle-soll-Energie-erzeugen-Teure-Investition-Strom.html


Glück Zu
Toralf


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