von hhtorti am 31 Jan. 2010 20:52:50
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Hier ein Artikel vom 20.04.2009 aus die " Märkische Allgemeine":
BENSDORF - Mit einer Besichtigung der Bensdorfer Getreidemühle, der Krügermühle in Bücknitz und der Eulenmühle bei Glienecke endete am Samstagnachmittag die Mitgliederversammlung der Mühlenvereinigung Berlin-Brandenburg. 30 Mitglieder waren aus verschiedenen Gegenden nach Vehlen gereist.
„Wir bieten unseren Mitgliedern mit diesem Treffen eine Gelegenheit sich persönlich kennen zu lernen“, so Vorstandsvorsitzender Stephan Theilig. Die Vereinigung sieht sich als Netzwerk und Interessenvertretung aller, die sich für den Erhalt der Mühlen im Land starkmachen. „Wir helfen und unterstützen uns aber auch gegenseitig“, fügte Theilig hinzu. Auf der Versammlung wurde das neue emaillierte Mitgliederschild vorgestellt. „Das wird an den Mühlen im Land angebracht, um eine stärkere Präsenz in der jeweiligen Region zu demonstrieren“, erklärte Torsten Rüdinger, Geschäftsführer der historischen Mühle in Potsdam. Nach dem gemeinsamen Mittagessen im Vehlener Landgasthof ging die Gruppe auf Tour.
Zur ersten Station war es nicht weit: Die Bensdorfer Mühle wurde 1829 von der Familie Sengespeick damals noch an anderer Stelle als Windmühle erbaut. 1880 brannte diese ab und es entstand am jetzigen Standort eine neue Dampfmühle. Wohnhaus und Mühle waren damals ein Gebäude. Nachdem es 1911 abermals in Flammen aufging, wurde beides getrennt errichtet. 1935 kam der Speicher hinzu. Korn wird auch heute noch zu Mehl verarbeitet. Bernd Xenodochius betreibt sie seit 1991 mit drei Mitarbeitern gewerblich. Die Produktpalette umfasst das Mahlen von Roggen, Weizen, Vollkorn und die Herstellung von Futtermitteln. Es werden kleinere Bäckereien im Umland mit Mehl beliefert. Die Mühlenvereinigung muss sich auch um den Erhalt solch alter Mühlen wie in Bensdorf starkmachen. „Hier ist altes Handwerk noch lebendig und erlebbar“, erklärte Xenodochius. Das Getreide wird mit Walzenstühlen gemahlen, die Maschinen dazu sind bereits historisch. „Es wird immer schwieriger Ersatzteile zu bekommen.“
Zweite Station: Die Krügermühle in Bücknitz ist als Industriedenkmal ausgewiesen und wird seit 2003 vom Verein Industriedenkmal Krügermühle Stück für Stück restauriert und erhalten. Sie dient ausschließlich als Museum. So wurden bereits mehr als 500 000 Euro Fördermittel und Spenden in die Restaurierung von Dach, Turbinen und Innenbereich eingesetzt. Carl Krüger ließ die Mühle 1905 errichten, das Wohnhaus war gleich mit angebaut. Brötchen und Brot wurden gebacken und Mehl bis zu Beginn der 60er-Jahre gemahlen. Dann hatte sie die LPG Bücknitz übernommen und bis Anfang der 90er Futtermittel hergestellt. Zu sehen ist heute noch ein Sortiment an alter Technik. Das Ensemble umfasst die ehemalige Stärkefabrik und die Mühle selbst, sowie einen Turm, auf dem die Störche seit vielen Jahren ihr Domizil haben.
Dritte und letzte Station: Eulenmüller Otto Schmücker begrüßte die Gäste in seiner Mühle bei Glienecke. 1406 erstmals erwähnt, kann diese Wassermühle auf eine lange Geschichte zurückblicken. Dem Engagement aller Müller ist es zu verdanken, dass die Eulenmühle heute noch existiert. Otto Schmücker baut sie seit vielen Jahren zu einem Ausflugslokal mit Ferienzimmern um. Das Wasserrad produziert Strom. Der neue Pächter Georg-Detlef Mehlhase, der ab Mai die Gaststätte wieder für Besucher öffnet, verwöhnte die Vereinsmitglieder mit Kaffee und Kuchen. Das Engagement der einzelnen Mühlenbesitzer wurde gelobt. Auch Vorstandschef Theilig fand diesen langen und anstrengen Tag gelungen. Frederic Schüler, der Müller in Sanssouci ist, war über die Resonanz positiv überrascht: „Das zeigt ein reges Interesse an der Vereinsarbeit.“ (Von Silvia Zimmermann)
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Glück Zu Toralf
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